Außer Spesen nichts gewesen

Vier Jahre Karsten Vogt zeigen, was fehlende Managementkompetenz eine Stadt kostet

Ein Oberbürgermeister ist kein Grußwortredner mit Verwaltung im Hintergrund. Er führt eine Stadt mit mehreren hundert Beschäftigten, einem dreistelligen Millionenhaushalt, Beteiligungen, Immobilien, Verträgen und erheblichen wirtschaftlichen Risiken. Wer dieses Amt übernimmt, muss Entscheidungen beurteilen, Prioritäten setzen, Strukturen beherrschen und vor allem erkennen können, wann eine Sache aus dem Ruder läuft. Ein OB trägt Verantwortung für seine Bürger und deren Wohlergehen.

Nach vier Jahren Karsten Vogt lässt sich ziemlich genau beurteilen, dass Vogt dieser Verantwortung nicht gerecht geworden ist. Und es lässt sich beziffern, was passiert, wenn Managementkompetenz und der innere politische Kompass fehlen: Es wird teuer.

Mehr als vier Millionen Euro kommen inzwischen bei nur einigen Entscheidungen zusammen, die während Vogts Amtszeit getroffen wurden und die er maßgeblich zu vertreten hat. Das Problem ist dabei noch nicht einmal die bloße Summe. Das Problem sind die Prinzipien, die dahinter sichtbar werden – das Prinzip Inkompetenz, das Prinzip Ignoranz, das Prinzip Gleichgültigkeit und das Prinzip Verantwortungslosigkeit.

Prinzip Inkompetenz

Mehr als zwei Millionen Euro Mehrkosten bei den Energieverträgen sind beispielsweise kein kleiner Betriebsunfall. Bei solchen Dimensionen muss ein Oberbürgermeister wissen, was unterschrieben wird, welche Risiken bestehen und wer welche Entscheidung getroffen hat. Dazu gehört auch die Frage, wie der Stadtrat eingebunden wurde. Zwei Millionen Euro später darauf zu verweisen, dass Vorgänge kompliziert sind, reicht nicht. Genau für derart komplizierte Vorgänge gibt es administrative Führung und politische Verantwortung.

Prinzip Ignoranz

An der Vogelkreuzung kauft die Stadt ein Eckhaus für die Planungen eines Kreisverkehrs. Auch hier scheint die Reihenfolge bemerkenswert: Erst wird Geld ausgegeben, der überzeugende Nachweis des tatsächlichen Nutzens bleibt offen. Wird der Verkehr danach besser fließen? Verschwinden die Staus? Welcher konkrete Gegenwert entsteht für Bautzen? In einem Unternehmen würde man solche Fragen stellen, bevor das Geld ausgegeben wird.

Prinzip Gleichgültigkeit

Mehr als 400.000 Euro für die „Lidl Deutschland Tour“ passen in dasselbe Bild. Man kann ein Radrennen für eine schöne Sache halten. Man kann sich Fernsehbilder und Aufmerksamkeit für Bautzen wünschen. Führung aber beginnt dort, wo zwischen dem Wünschenswerten und dem Verantwortbaren unterschieden werden muss. Wer gleichzeitig das Zuseum schließt, Krippen dichtmacht und den Bürgern erklärt, dass gespart werden müsse, kann nicht so tun, als hätten 400.000 Euro für ein einmaliges Radsportereignis mit diesen Entscheidungen nichts zu tun. Ein Haushalt ist immer auch eine Rangfolge dessen, was einer Stadtführung wichtig ist.

Prinzip Verantwortungslosigkeit

Bei den Kindertagesstätten wird aus fragwürdiger Prioritätensetzung endgültig ein Managementproblem. Rund 600.000 Euro sollen für Abfindungen beziehungsweise damit verbundene Maßnahmen aufgewendet werden. Beschäftigte sollen teilweise 13 Monatsgehälter erhalten, obwohl sie möglicherweise erst ein Jahr in einer Kita arbeiten. Gleichzeitig besteht die Aussicht, dass genau diese Fachkräfte im nächsten Jahr wieder gebraucht werden und sich erneut bewerben könnten.

Man muss kein Personalvorstand eines Großkonzerns sein, um die Absurdität zu erkennen. Bevor Fachkräfte mit hohen Abfindungen aus dem System geschickt werden, prüft man den tatsächlichen Personalbedarf, den Krankenstand, Möglichkeiten reduzierter Arbeitszeiten und Lösungen für Beschäftigte kurz vor der Rente. Man bezahlt Menschen nicht teuer dafür, dass sie gehen, um möglicherweise kurze Zeit später wieder nach ihnen zu suchen.

Bautzen zahlt die Zeche für Misswirtschaft

Genau darüber muss nach vier Jahren Karsten Vogt gesprochen werden. Bautzens Problem ist bei weitem nicht nur das fehlende Geld. Bautzens Problem sitzt im Rathaus. Die Stadt leidet unter einem Mangel an Führungsverantwortung und Kompetenz. Anders lässt sich Vogts Misswirtschaft nicht erklären. Die CDU hat mit Karsten Vogt einen Oberbürgermeister ins Amt gebracht, bei dem nach vier Jahren erhebliche Zweifel bestehen, ob er über die notwendige Managementkompetenz für diese Aufgabe verfügt. Die Rechnung dafür landet bei den Bürgern.

Die Energieverträge, der Immobilienkauf, die Deutschland Tour und die Abfindungen sind keine isolierten Vorgänge. Sie sind die Handschrift eines überforderten OB, der die Stimmen der Vernunft bewusst ignoriert.

Bautzen kann mehr. Dafür braucht die Stadt allerdings eine Führung, die Verantwortung übernimmt und ihr Handwerk beherrscht.

555 Euro für die Sterne: Bürger Bündnis Bautzen unterstützt Ad Astra

Das Bürger Bündnis Bautzen hat auch sein diesjähriges Sommerfest genutzt, um für einen guten Zweck zu sammeln. Nachdem der Erlös der letzten Spendensammlung Ende 2025 dem Tierheim Bautzen zugutekam, unterstützt das Bürger Bündnis in diesem Jahr Ad Astra.

Der Vereinsvorsitzende Steffen Tech übergab vergangene Woche einen Spendenscheck in Höhe von 555 Euro an Andreas Thronicker, Mitglied des Ad Astra.

„Mit unserer Spende möchten wir uns bei allen Vereinsmitgliedern für ihren ehrenamtlichen Einsatz rund um die Sternwarte Bautzen bedanken. Sie sorgen mit viel Engagement dafür, dass die Sternwarte ein lebendiger Ort für Bildung, Begegnung und die Faszination für Astronomie in unserer Stadt bleibt“, so Steffen Tech.

Arbeitsprojekt gescheitert – viele Versprechungen, am Ende leere Hände

Große Ankündigungen, krachendes Scheitern

Aus Sicht des Bürger Bündnis Bautzen (BBBz) ist die vorliegende Bilanz dieses Arbeitsprojektes ein politisches Armutszeugnis. Mit großem Anspruch gestartet, mit viel öffentlicher Aufmerksamkeit begleitet – und am Ende bleibt nichts als ein Totalausfall. Die Realität ist ernüchternd: unregelmäßige Teilnahme, massenhafte Abbrüche und zuletzt nur noch eine einzige Person im Einsatz. Das ist nicht nur enttäuschend, sondern ein klarer Beleg dafür, dass dieses Projekt von Anfang an zum Scheitern verurteilt war.

Selbsterfüllende Prophezeiung einer falschen Politik

Wer Integration ohne klare Regeln, ohne Verbindlichkeit und ohne Leistungsanforderung organisiert, darf sich über ein solches Ergebnis nicht wundern. Integration ist kein Selbstläufer. Was hier passiert ist, gleicht einer selbsterfüllenden Prophezeiung: Viele Versprechungen, aber keine konsequente Umsetzung. Am Ende stehen leere Hände, weil grundlegende Prinzipien ignoriert wurden.

Fehlende Rahmenbedingungen – fehlender Wille

Dass es bereits an elementaren Dingen wie ausreichender Schutzkleidung scheitert, zeigt, wie wenig ernst dieses Projekt tatsächlich betrieben wurde. Wenn der Landkreis nicht bereit ist, notwendige Ausstattung zu finanzieren, und die Stadt dies akzeptiert, dann fehlt es ganz offensichtlich am politischen Willen, hier überhaupt tragfähige Strukturen zu schaffen. So kann kein Projekt funktionieren.

Realitätsverweigerung statt Problemlösung

Besonders irritierend sind die Ausreden aus den Reihen der CDU. Wenn Kollege Schilling ernsthaft darauf verweist, dass es jahreszeitlich bedingt zu wenig Aufgaben gegeben habe, dann ist das nichts anderes als Realitätsverweigerung. Bautzen hat genügend Aufgaben – jederzeit. Ob Winterdienst, Pflege öffentlicher Flächen oder unterstützende Tätigkeiten in kommunalen Bereichen: Arbeit ist da. Was fehlt, ist der Wille, diese klar zu benennen und verbindlich einzufordern.

Diese Argumentation offenbart ein grundlegendes Problem: Statt Verantwortung zu übernehmen, werden Ausflüchte gesucht. 

Ohne Leistungsprinzip kein Erfolg

Der entscheidende Fehler liegt jedoch tiefer: Es fehlte von Beginn an ein klares Leistungsprinzip. Wer Leistungen vom Staat erhält, muss im Gegenzug auch bereit sein, seinen Beitrag zu leisten. Diese Selbstverständlichkeit wurde in diesem Projekt nicht konsequent eingefordert. Das Ergebnis sehen wir jetzt.

Fazit: Fehlanreize abbauen, Verantwortung einfordern

Das BBBz zieht ein klares Fazit: Dieses Projekt ist nicht nur organisatorisch gescheitert, sondern Ausdruck einer grundsätzlich falschen Herangehensweise. Wer Integration ernst meint, muss Fehlanreize konsequent abbauen und Leistungsempfänger deutlich stärker in die Pflicht nehmen.

Ohne klare Erwartungen, ohne Verbindlichkeit und ohne das Prinzip von Leistung und Gegenleistung wird es auch künftig keine funktionierenden Modelle geben.

Steffen Tech: Rede zum Haushalt 2026

Ende Januar wird traditionell im Stadtrat intensiv über den Haushalt gesprochen. Steffen Tech, Vereins- und Fraktionsvorsitzender des BBBz, positionierte sich in seiner Haushaltsrede klar zu den wichtigsten Kernpunkten.


“13,7 Millionen Minus – das ist nach -5,7 Millionen in 2023, -9,5 Millionen in 2024 und -10 Millionen in 2025 ein neues Rekorddefizit. Seit Jahren reden wir über Einsparungen, Konsolidierung, wir haben in der Vergangenheit Gewerbe- und Grundsteuern sowie Gebühren erhöht. Trotzdem bekommen wir es nicht hin, einen wenigstens annähernd ausgeglichenen und ehrlichen Haushalt aufzustellen. Zum Teil ist dieses Defizit der seit Jahren unzureichenden Finanzausstattung der Kommunen durch den Freistaat geschuldet. Trotzdem leben wir seit Jahren über unsere Verhältnisse!

Meine Fraktion hat bereits Anfang 2025 Sparvorschläge unterbreitet, die heute zur Abstimmung standen und mehrheitlich durch den Stadtrat mitgetragen wurden. Dabei haben wir uns bewusst auf die Leistungen konzentriert, die nicht in unserer Zuständigkeit liegen (Jugendsozialarbeit). Wir haben versucht, deutlich zu machen, dass wir auch für die Freiwilligkeitsleistungen nur begrenzte Mittel zur Verfügung haben, die wir gerecht verteilen müssen. Leider haben nicht alle Stadträte diesen Ansatz verstanden.

Während wir den einen Trägern bereitwillig jedes Jahr die Betriebskosten erstatten und Zuschüsse erhöhen, bleiben andere Unterstützungsleistungen, beispielsweise für Stadtfeste, Sportförderung oder andere gemeinnützige Vereine, über mehrere Jahre bestenfalls konstant und werden nur auf ausdrücklichen Wunsch des Stadtrates angepasst. Manchmal erfolgt auch das zu spät, dann liegt das Kind bereits im Brunnen, wie wir vor wenigen Monaten am Beispiel der Romantika sehen konnten.

Ehrenamtliche Arbeit wird insgesamt immer schwieriger und komplizierter, viele für Bautzen wichtige Vereine klagen über zurückgehende Sponsorengelder, steigende Betriebskosten und zunehmende Bürokratie. Wer die Vereinslandschaft in Bautzen im Blick hat, dem sollte bekannt sein, dass mehrere Vereine über ihre Auflösung nachdenken. Und ich spreche von wichtigen Vereinen, die Monat für Monat mit ihren Angeboten viele hundert Bautzner erreichen. Wir werden uns im laufenden Jahr auch damit auseinandersetzen müssen, wie wir diese Vereine unterstützen und so erhalten können, weil ihre Arbeit wichtig für den Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft ist. Statt zwei Tage Publicity mit einem eher unbekannten Radsportereignis zu erkaufen, könnte man mit 400.000 Euro über viele Jahre unsere Stadtfeste sowie Vereine unterstützen.

Allen Verantwortungsträgern in der Verwaltung und im Stadtrat muss klar sein: Es kann kein „Weiter so“ geben. Wir „verfrühstücken“ gerade unseren Notgroschen. Das, was wir mühsam erreicht haben, nämlich einen schuldenfreien Haushalt und eine Rücklage für unvorhersehbare Ereignisse und Notlagen, riskieren wir gerade. Aus unserer Sicht setzt der Haushalt falsche Prioritäten.

Wir diskutieren seit Jahren darüber, wie wir den Bevölkerungsrückgang stoppen können, haben bisher keine Lösung gefunden (Einwohnerzahl 1989/90 ca. 52.000; Einwohnerzahl aktuell unter 38.000 trotz zahlreicher Eingemeindungen). Aktuell reden wir über den Personalbedarf in KiTas aufgrund der stetig sinkenden Geburtenraten. In drei bis vier Jahren werden wir über unsere Schulen reden müssen, weil die Kinder, die heute in den Kitas fehlen, morgen nicht in die Schule gehen werden. Nicht der vierte, fünfte oder zehnte Sozialarbeiter oder eine Fahrbücherei halten die Menschen in der Stadt, wirtschaftliche Entwicklung – Arbeitsplätze – sind das wichtigste Argument für den Verbleib oder den Zuzug in unsere Stadt. Nur wer vor Ort einen Job hat, bleibt hier und denkt an die Gründung einer Familie. Wenn wir das nicht begreifen, werden wir in der Zukunft noch ganz andere schmerzhafte Debatten führen müssen.

Deshalb ist Wirtschaftsförderung für uns das Wichtigste in der aktuellen Situation, das kommt uns im vorgelegten Haushalt zu kurz. Sachsen hat im letzten Jahr 15.000 Arbeitsplätze verloren. Wenn man bedenkt, dass in den großen Ballungsräumen Jobs entstehen, kann man sich ausrechnen, dass es uns in der Fläche umso härter trifft. Trauriges Beispiel ist aktuell ein großer Traditionsbetrieb unserer Stadt.

Wenn man die 13,7 Mio. Euro Minus im Haushalt damit begründen könnte, dass wir in Größenordnungen Flächen aufkaufen und entwickeln, würden wir dem Haushalt mit Freuden zustimmen. Leider ist dem nicht so.

Die Hoffnung, dass Menschen, die im Norden von Dresden zukünftig arbeiten werden, in Bautzen wohnen wollen, wird sich nicht erfüllen. Als Pendler weiß ich, wovon ich rede. Das tun sich die Wenigsten auf Dauer an. Vielmehr muss es unser Ziel sein, schnell geeignete Gewerbeflächen auszuweisen, um Zulieferer für die Dresdner Chipindustrie nach Bautzen zu bekommen. Nur wenn wir genügend Flächen anbieten können, profitieren wir von den Ansiedlungen in der Landeshauptstadt und haben eine Steuerungsmöglichkeit, um Konflikte mit Anwohnern – wie zuletzt in Stiebitz – zu vermeiden.

Aber auch der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Bautzen und muss durch gezielte Investitionen gefördert werden. Ein sanierter Burgwasserturm mit Turmcafé wäre ein neues Highlight für unsere Stadt, im anschließenden Langhaus können wechselnde Ausstellungen mit Exponaten aus unserem umfangreichen Museumsarchiv Touristen nach Bautzen locken. Die Parkplatz­erweiterung an der Schliebenstraße in Verbindung mit einer schnellen und bequemen Zuwegung zur Ortenburg würde unsere Altstadt enorm aufwerten. Dadurch würden Handel und Gastronomie, aber auch die Bauwirtschaft profitieren. All diese Maßnahmen würden Arbeitsplätze in Bautzen sichern und neue schaffen. Nur so stoppen wir den Bevölkerungsrückgang.

Ja, man findet einen Teil der genannten Maßnahmen in Ansätzen im aktuellen Haushalt bzw. der Mittelfristplanung, leider werden diese Punkte nicht mit der aus unserer Sicht notwendigen Priorität behandelt bzw. falsch angepackt. Das Gewerbegebiet Süd zum Beispiel wurde von uns unter Ahrens ins Spiel gebracht, sogar schon grob überplant und visualisiert. Die Verwaltung hat es aufgegriffen und arbeitet daran, dafür danken wir. Es kann aber nur funktionieren, wenn zwei Rahmenbedingungen erfüllt sind – die Südumfahrung und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden – Bautzen – Görlitz. Und hier muss die Rathausspitze ansetzen und den Entscheidungsträgern in Dresden und Berlin, um es deutsch zu sagen, „aufs Schwein“ gehen. Es kann nicht sein, dass man in den Nachrichten lesen muss, dass durch das Land Sachsen vergessen wurde, die Elektrifizierung der Bahnstrecke im Bundesverkehrswegeplan anzumelden. Hier müssen wir zusammen mit allen Gemeinden in Ostsachsen dem Ministerpräsidenten auf den Füßen stehen und immer wieder nerven. Bautzen muss dabei eine führende Rolle übernehmen. Hier sehen wir noch Luft nach oben.

Wirtschaftsförderung heißt aber auch, bürokratische Hürden abzubauen. Als Beispiel sei hier die Sondernutzungssatzung genannt. Ja, sie hat eine Steuerungsfunktion, wir nehmen als Stadt dadurch Geld ein. Wir haben aber auch hohe Verwaltungskosten, die Satzung hemmt vor allem Gastronomie und Handel. Sie sorgt immer wieder für Streit und Widersprüche. 60 Cent hierfür und 1,20 Euro dafür, obendrauf Gebühren für den Bescheid. Solche Regeln gehören auf den Prüfstand, eine Überarbeitung ist aus unserer Sicht geboten.

Den Stellenplan will ich nur am Rande erwähnen, unsere Kritik haben wir mehrfach vorgetragen und halten sie aufrecht. Sinkende Bevölkerungszahlen müssen mittelfristig und sozialverträglich zur Anpassung in der Kernverwaltung führen. Die entsprechende Verwaltungsvorschrift ist eine legitime Richtschnur. Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass der Stellenplan seit 2024 rechtswidrig ist, weil er einen gültigen Stadtratsbeschluss missachtet. Wir erinnern in diesem Zusammenhang den Oberbürgermeister auch an den Stadtratsbeschluss vom 26. September 2018 (!) zur Untersuchung der Organisationsstruktur, dieser ist nach wie vor offen. Wir bitten diesbezüglich um Informationen zum Stand der Umsetzung im ersten Halbjahr 2026.

Aufgrund der aufgeführten Punkte, insbesondere der falsch gesetzten Prioritäten, kann die Fraktion Bürger Bündnis Bautzen dem Haushaltsplan 2026 nicht zustimmen. Wir betonen ausdrücklich, dass die Nichtzustimmung kein Affront gegen die Kämmerei oder die an der Erstellung beteiligten Mitarbeiter ist. Wir kritisieren vielmehr die Richtung, in die wir uns momentan als Stadt entwickeln.”

Weihnachten – Zeit für Zusammenhalt und Zuversicht in Bautzen

Rückblick und Dank zum Jahresende

Weihnachten ist eine Zeit der Besinnung, des Innehaltens und des Miteinanders. Gerade am Ende eines ereignisreichen Jahres lädt uns diese Zeit dazu ein, zurückzublicken, Danke zu sagen und den Blick nach vorn zu richten.

Bautzen ist eine Stadt mit Geschichte, mit starken Traditionen und vor allem mit engagierten Menschen, die Verantwortung übernehmen – in Vereinen, im Ehrenamt, in der Familie und im täglichen Miteinander. Dieses Engagement ist es, das unsere Stadt lebendig hält und auch in herausfordernden Zeiten Zusammenhalt schafft.

Als Bürger Bündnis Bautzen danken wir allen Bürgern, die sich einbringen, mitdenken, kritisch begleiten und unsere kommunale Arbeit unterstützen. Der offene Dialog, unterschiedliche Perspektiven und der gemeinsame Wille, Bautzen positiv zu gestalten, sind die Grundlage einer lebendigen Demokratie vor Ort.

Gemeinsam Verantwortung für unsere Stadt

Weihnachten erinnert uns daran, dass gegenseitiger Respekt, Solidarität und Verantwortung füreinander keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern täglich gelebt werden müssen – in kleinen Gesten ebenso wie in großen Entscheidungen.

Gerade auf kommunaler Ebene zeigt sich, wie wichtig ein sachlicher Austausch, gegenseitiges Vertrauen und das gemeinsame Ringen um gute Lösungen sind. Als Bürger Bündnis Bautzen setzen wir uns weiterhin dafür ein, die Anliegen der Menschen ernst zu nehmen und Bautzen verantwortungsvoll und bürgernah mitzugestalten.

Wir wünschen allen Bautzenern ein friedliches Weihnachtsfest, Zeit für Familie und Freunde sowie Zuversicht und Gesundheit für das kommende Jahr. Lassen Sie uns auch weiterhin gemeinsam für ein starkes, lebenswertes und zukunftsorientiertes Bautzen eintreten.

Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

Gemeinsam für den Tierschutz in Bautzen

BBBz-Mitglieder sammeln Spenden für das Tierheim

Die Mitglieder des Bürger Bündnis Bautzen (BBBz) haben in den vergangenen Wochen mit großem Einsatz und Herzblut Spenden für das Tierheim in Bautzen gesammelt. Die Resonanz innerhalb des Bündnisses war beeindruckend: Zahlreiche Unterstützer beteiligten sich aktiv, sodass eine Spendensumme von 2.265,00 Euro zusammenkam. Ende letzter Woche konnte eine kleine Delegation des BBBz die Spenden stellvertretend persönlich an das Tierheim übergeben.

Mit der Spende wird die tägliche, oft herausfordernde Arbeit des Tierheim-Teams unterstützt, das sich mit großem Engagement um Tiere in Not kümmert – von der medizinischen Versorgung über die Pflege bis hin zur Vermittlung in ein neues, liebevolles Zuhause.

Hund Keks als bewegendes Beispiel

Ein besonderer Moment bei der Übergabe war die Begegnung mit Hund Keks. Er hatte in diesem Jahr ein schicksalhaftes Kapitel zu bewältigen und war dringend auf Operationen angewiesen. Dank des Einsatzes und der Kostenübernahme durch BBBz-Mitglied und Stadtrat Jörg Drews konnte einer der notwendigen Eingriffe erfolgreich durchgeführt werden. Heute hat sich Keks gut erholt und bereits ein neues Zuhause gefunden – ein schönes Beispiel dafür, was durch gemeinsames Engagement möglich wird.

Jede Spende hilft

Das Tierheim Bautzen ist dauerhaft auf Unterstützung angewiesen, um seine wichtige Arbeit fortsetzen zu können. Jeder Beitrag – ob groß oder klein – hilft dabei, Tieren in schwierigen Situationen eine Perspektive zu geben. Das Bürger Bündnis Bautzen ruft daher ausdrücklich dazu auf, das Tierheim weiterhin mit Spenden oder ehrenamtlichem Engagement zu unterstützen.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Spendern sowie dem gesamten Team des Tierheims Bautzen für ihren unermüdlichen Einsatz im Sinne des Tierschutzes. Gemeinsam können wir viel bewegen.