Steffen Tech: Rede zum Haushalt 2026

Ende Januar wird traditionell im Stadtrat intensiv über den Haushalt gesprochen. Steffen Tech, Vereins- und Fraktionsvorsitzender des BBBz, positionierte sich in seiner Haushaltsrede klar zu den wichtigsten Kernpunkten.


“13,7 Millionen Minus – das ist nach -5,7 Millionen in 2023, -9,5 Millionen in 2024 und -10 Millionen in 2025 ein neues Rekorddefizit. Seit Jahren reden wir über Einsparungen, Konsolidierung, wir haben in der Vergangenheit Gewerbe- und Grundsteuern sowie Gebühren erhöht. Trotzdem bekommen wir es nicht hin, einen wenigstens annähernd ausgeglichenen und ehrlichen Haushalt aufzustellen. Zum Teil ist dieses Defizit der seit Jahren unzureichenden Finanzausstattung der Kommunen durch den Freistaat geschuldet. Trotzdem leben wir seit Jahren über unsere Verhältnisse!

Meine Fraktion hat bereits Anfang 2025 Sparvorschläge unterbreitet, die heute zur Abstimmung standen und mehrheitlich durch den Stadtrat mitgetragen wurden. Dabei haben wir uns bewusst auf die Leistungen konzentriert, die nicht in unserer Zuständigkeit liegen (Jugendsozialarbeit). Wir haben versucht, deutlich zu machen, dass wir auch für die Freiwilligkeitsleistungen nur begrenzte Mittel zur Verfügung haben, die wir gerecht verteilen müssen. Leider haben nicht alle Stadträte diesen Ansatz verstanden.

Während wir den einen Trägern bereitwillig jedes Jahr die Betriebskosten erstatten und Zuschüsse erhöhen, bleiben andere Unterstützungsleistungen, beispielsweise für Stadtfeste, Sportförderung oder andere gemeinnützige Vereine, über mehrere Jahre bestenfalls konstant und werden nur auf ausdrücklichen Wunsch des Stadtrates angepasst. Manchmal erfolgt auch das zu spät, dann liegt das Kind bereits im Brunnen, wie wir vor wenigen Monaten am Beispiel der Romantika sehen konnten.

Ehrenamtliche Arbeit wird insgesamt immer schwieriger und komplizierter, viele für Bautzen wichtige Vereine klagen über zurückgehende Sponsorengelder, steigende Betriebskosten und zunehmende Bürokratie. Wer die Vereinslandschaft in Bautzen im Blick hat, dem sollte bekannt sein, dass mehrere Vereine über ihre Auflösung nachdenken. Und ich spreche von wichtigen Vereinen, die Monat für Monat mit ihren Angeboten viele hundert Bautzner erreichen. Wir werden uns im laufenden Jahr auch damit auseinandersetzen müssen, wie wir diese Vereine unterstützen und so erhalten können, weil ihre Arbeit wichtig für den Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft ist. Statt zwei Tage Publicity mit einem eher unbekannten Radsportereignis zu erkaufen, könnte man mit 400.000 Euro über viele Jahre unsere Stadtfeste sowie Vereine unterstützen.

Allen Verantwortungsträgern in der Verwaltung und im Stadtrat muss klar sein: Es kann kein „Weiter so“ geben. Wir „verfrühstücken“ gerade unseren Notgroschen. Das, was wir mühsam erreicht haben, nämlich einen schuldenfreien Haushalt und eine Rücklage für unvorhersehbare Ereignisse und Notlagen, riskieren wir gerade. Aus unserer Sicht setzt der Haushalt falsche Prioritäten.

Wir diskutieren seit Jahren darüber, wie wir den Bevölkerungsrückgang stoppen können, haben bisher keine Lösung gefunden (Einwohnerzahl 1989/90 ca. 52.000; Einwohnerzahl aktuell unter 38.000 trotz zahlreicher Eingemeindungen). Aktuell reden wir über den Personalbedarf in KiTas aufgrund der stetig sinkenden Geburtenraten. In drei bis vier Jahren werden wir über unsere Schulen reden müssen, weil die Kinder, die heute in den Kitas fehlen, morgen nicht in die Schule gehen werden. Nicht der vierte, fünfte oder zehnte Sozialarbeiter oder eine Fahrbücherei halten die Menschen in der Stadt, wirtschaftliche Entwicklung – Arbeitsplätze – sind das wichtigste Argument für den Verbleib oder den Zuzug in unsere Stadt. Nur wer vor Ort einen Job hat, bleibt hier und denkt an die Gründung einer Familie. Wenn wir das nicht begreifen, werden wir in der Zukunft noch ganz andere schmerzhafte Debatten führen müssen.

Deshalb ist Wirtschaftsförderung für uns das Wichtigste in der aktuellen Situation, das kommt uns im vorgelegten Haushalt zu kurz. Sachsen hat im letzten Jahr 15.000 Arbeitsplätze verloren. Wenn man bedenkt, dass in den großen Ballungsräumen Jobs entstehen, kann man sich ausrechnen, dass es uns in der Fläche umso härter trifft. Trauriges Beispiel ist aktuell ein großer Traditionsbetrieb unserer Stadt.

Wenn man die 13,7 Mio. Euro Minus im Haushalt damit begründen könnte, dass wir in Größenordnungen Flächen aufkaufen und entwickeln, würden wir dem Haushalt mit Freuden zustimmen. Leider ist dem nicht so.

Die Hoffnung, dass Menschen, die im Norden von Dresden zukünftig arbeiten werden, in Bautzen wohnen wollen, wird sich nicht erfüllen. Als Pendler weiß ich, wovon ich rede. Das tun sich die Wenigsten auf Dauer an. Vielmehr muss es unser Ziel sein, schnell geeignete Gewerbeflächen auszuweisen, um Zulieferer für die Dresdner Chipindustrie nach Bautzen zu bekommen. Nur wenn wir genügend Flächen anbieten können, profitieren wir von den Ansiedlungen in der Landeshauptstadt und haben eine Steuerungsmöglichkeit, um Konflikte mit Anwohnern – wie zuletzt in Stiebitz – zu vermeiden.

Aber auch der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Bautzen und muss durch gezielte Investitionen gefördert werden. Ein sanierter Burgwasserturm mit Turmcafé wäre ein neues Highlight für unsere Stadt, im anschließenden Langhaus können wechselnde Ausstellungen mit Exponaten aus unserem umfangreichen Museumsarchiv Touristen nach Bautzen locken. Die Parkplatz­erweiterung an der Schliebenstraße in Verbindung mit einer schnellen und bequemen Zuwegung zur Ortenburg würde unsere Altstadt enorm aufwerten. Dadurch würden Handel und Gastronomie, aber auch die Bauwirtschaft profitieren. All diese Maßnahmen würden Arbeitsplätze in Bautzen sichern und neue schaffen. Nur so stoppen wir den Bevölkerungsrückgang.

Ja, man findet einen Teil der genannten Maßnahmen in Ansätzen im aktuellen Haushalt bzw. der Mittelfristplanung, leider werden diese Punkte nicht mit der aus unserer Sicht notwendigen Priorität behandelt bzw. falsch angepackt. Das Gewerbegebiet Süd zum Beispiel wurde von uns unter Ahrens ins Spiel gebracht, sogar schon grob überplant und visualisiert. Die Verwaltung hat es aufgegriffen und arbeitet daran, dafür danken wir. Es kann aber nur funktionieren, wenn zwei Rahmenbedingungen erfüllt sind – die Südumfahrung und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden – Bautzen – Görlitz. Und hier muss die Rathausspitze ansetzen und den Entscheidungsträgern in Dresden und Berlin, um es deutsch zu sagen, „aufs Schwein“ gehen. Es kann nicht sein, dass man in den Nachrichten lesen muss, dass durch das Land Sachsen vergessen wurde, die Elektrifizierung der Bahnstrecke im Bundesverkehrswegeplan anzumelden. Hier müssen wir zusammen mit allen Gemeinden in Ostsachsen dem Ministerpräsidenten auf den Füßen stehen und immer wieder nerven. Bautzen muss dabei eine führende Rolle übernehmen. Hier sehen wir noch Luft nach oben.

Wirtschaftsförderung heißt aber auch, bürokratische Hürden abzubauen. Als Beispiel sei hier die Sondernutzungssatzung genannt. Ja, sie hat eine Steuerungsfunktion, wir nehmen als Stadt dadurch Geld ein. Wir haben aber auch hohe Verwaltungskosten, die Satzung hemmt vor allem Gastronomie und Handel. Sie sorgt immer wieder für Streit und Widersprüche. 60 Cent hierfür und 1,20 Euro dafür, obendrauf Gebühren für den Bescheid. Solche Regeln gehören auf den Prüfstand, eine Überarbeitung ist aus unserer Sicht geboten.

Den Stellenplan will ich nur am Rande erwähnen, unsere Kritik haben wir mehrfach vorgetragen und halten sie aufrecht. Sinkende Bevölkerungszahlen müssen mittelfristig und sozialverträglich zur Anpassung in der Kernverwaltung führen. Die entsprechende Verwaltungsvorschrift ist eine legitime Richtschnur. Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass der Stellenplan seit 2024 rechtswidrig ist, weil er einen gültigen Stadtratsbeschluss missachtet. Wir erinnern in diesem Zusammenhang den Oberbürgermeister auch an den Stadtratsbeschluss vom 26. September 2018 (!) zur Untersuchung der Organisationsstruktur, dieser ist nach wie vor offen. Wir bitten diesbezüglich um Informationen zum Stand der Umsetzung im ersten Halbjahr 2026.

Aufgrund der aufgeführten Punkte, insbesondere der falsch gesetzten Prioritäten, kann die Fraktion Bürger Bündnis Bautzen dem Haushaltsplan 2026 nicht zustimmen. Wir betonen ausdrücklich, dass die Nichtzustimmung kein Affront gegen die Kämmerei oder die an der Erstellung beteiligten Mitarbeiter ist. Wir kritisieren vielmehr die Richtung, in die wir uns momentan als Stadt entwickeln.”

Weihnachten – Zeit für Zusammenhalt und Zuversicht in Bautzen

Rückblick und Dank zum Jahresende

Weihnachten ist eine Zeit der Besinnung, des Innehaltens und des Miteinanders. Gerade am Ende eines ereignisreichen Jahres lädt uns diese Zeit dazu ein, zurückzublicken, Danke zu sagen und den Blick nach vorn zu richten.

Bautzen ist eine Stadt mit Geschichte, mit starken Traditionen und vor allem mit engagierten Menschen, die Verantwortung übernehmen – in Vereinen, im Ehrenamt, in der Familie und im täglichen Miteinander. Dieses Engagement ist es, das unsere Stadt lebendig hält und auch in herausfordernden Zeiten Zusammenhalt schafft.

Als Bürger Bündnis Bautzen danken wir allen Bürgern, die sich einbringen, mitdenken, kritisch begleiten und unsere kommunale Arbeit unterstützen. Der offene Dialog, unterschiedliche Perspektiven und der gemeinsame Wille, Bautzen positiv zu gestalten, sind die Grundlage einer lebendigen Demokratie vor Ort.

Gemeinsam Verantwortung für unsere Stadt

Weihnachten erinnert uns daran, dass gegenseitiger Respekt, Solidarität und Verantwortung füreinander keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern täglich gelebt werden müssen – in kleinen Gesten ebenso wie in großen Entscheidungen.

Gerade auf kommunaler Ebene zeigt sich, wie wichtig ein sachlicher Austausch, gegenseitiges Vertrauen und das gemeinsame Ringen um gute Lösungen sind. Als Bürger Bündnis Bautzen setzen wir uns weiterhin dafür ein, die Anliegen der Menschen ernst zu nehmen und Bautzen verantwortungsvoll und bürgernah mitzugestalten.

Wir wünschen allen Bautzenern ein friedliches Weihnachtsfest, Zeit für Familie und Freunde sowie Zuversicht und Gesundheit für das kommende Jahr. Lassen Sie uns auch weiterhin gemeinsam für ein starkes, lebenswertes und zukunftsorientiertes Bautzen eintreten.

Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

Gemeinsam für den Tierschutz in Bautzen

BBBz-Mitglieder sammeln Spenden für das Tierheim

Die Mitglieder des Bürger Bündnis Bautzen (BBBz) haben in den vergangenen Wochen mit großem Einsatz und Herzblut Spenden für das Tierheim in Bautzen gesammelt. Die Resonanz innerhalb des Bündnisses war beeindruckend: Zahlreiche Unterstützer beteiligten sich aktiv, sodass eine Spendensumme von 2.265,00 Euro zusammenkam. Ende letzter Woche konnte eine kleine Delegation des BBBz die Spenden stellvertretend persönlich an das Tierheim übergeben.

Mit der Spende wird die tägliche, oft herausfordernde Arbeit des Tierheim-Teams unterstützt, das sich mit großem Engagement um Tiere in Not kümmert – von der medizinischen Versorgung über die Pflege bis hin zur Vermittlung in ein neues, liebevolles Zuhause.

Hund Keks als bewegendes Beispiel

Ein besonderer Moment bei der Übergabe war die Begegnung mit Hund Keks. Er hatte in diesem Jahr ein schicksalhaftes Kapitel zu bewältigen und war dringend auf Operationen angewiesen. Dank des Einsatzes und der Kostenübernahme durch BBBz-Mitglied und Stadtrat Jörg Drews konnte einer der notwendigen Eingriffe erfolgreich durchgeführt werden. Heute hat sich Keks gut erholt und bereits ein neues Zuhause gefunden – ein schönes Beispiel dafür, was durch gemeinsames Engagement möglich wird.

Jede Spende hilft

Das Tierheim Bautzen ist dauerhaft auf Unterstützung angewiesen, um seine wichtige Arbeit fortsetzen zu können. Jeder Beitrag – ob groß oder klein – hilft dabei, Tieren in schwierigen Situationen eine Perspektive zu geben. Das Bürger Bündnis Bautzen ruft daher ausdrücklich dazu auf, das Tierheim weiterhin mit Spenden oder ehrenamtlichem Engagement zu unterstützen.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Spendern sowie dem gesamten Team des Tierheims Bautzen für ihren unermüdlichen Einsatz im Sinne des Tierschutzes. Gemeinsam können wir viel bewegen.

Das Zuseum – Engagement für Kinder und Jugendliche in Bautzen

Der Verein Zuseum e.V. unter Leitung von Andreas Samuel leistet seit vielen Jahren einen wertvollen Beitrag zur Kinder- und Jugendarbeit in Bautzen. Mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren – unter anderem Hentschke Bau – werden technisches Verständnis, handwerkliche Fähigkeiten und kreatives Denken gefördert. In verschiedenen Arbeitsgemeinschaften finden Jugendliche hier die Möglichkeit, ihre Freizeit sinnvoll und praxisorientiert zu gestalten.

Unterstützung durch die Stadt Bautzen

Einige Stadtratsfraktionen, darunter auch das Bürger Bündnis Bautzen (BBBz), haben sich in der Vergangenheit dafür eingesetzt, dass die wertvolle Arbeit des Zuseums auch von der Stadt Bautzen unterstützt wird. In der Folge wurde am 25. September 2024 ein Stadtratsbeschluss gefasst, der dem Verein einen Zuschuss aus städtischen Mitteln zusicherte. Diese Förderung läuft im November 2025 aus.

Einsatz für eine Verlängerung der Förderung

Das Bürger Bündnis setzt sich nun mit Nachdruck dafür ein, dass die Unterstützung fortgeführt wird. In der Stadtratssitzung am 29. Oktober 2025 wurde angeregt, dem Zuseum auch für das Jahr 2026 einen Zuschuss aus dem Budget des Stadtrates zu gewähren. Der Oberbürgermeister Karsten Vogt signalisierte dabei seine Bereitschaft, eine einfache und unbürokratische Lösung zu finden – ein formeller Antrag der Fraktion sei hierfür nicht erforderlich.

Dank an Engagierte und Ausblick

Wir nehmen den Oberbürgermeister beim Wort und hoffen auf eine zügige Entscheidung im Sinne der Kinder und Jugendlichen unserer Stadt. Zugleich sprechen wir Andreas Samuel sowie allen Mitgliedern des Zuseum e.V. unseren herzlichen Dank aus – für ihr außergewöhnliches Engagement, ihre Begeisterung und ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz für die junge Generation Bautzens.

Einblicke in die Arbeit des Zuseums

Jörg Drews: Ich wünschte, ich hätte unrecht gehabt.

In einer Zeit wachsender Polarisierung und gesellschaftlicher Spannungen stellt sich die Frage: Wie gehen wir in unserer Stadt miteinander um? In seinem aktuellen Beitrag „Ich wünsche, ich hätte Unrecht gehabt“ setzt sich Jörg Drews mit genau dieser Frage auseinander. Der Stadtrat blickt dabei nicht nur auf das eigene Tun und den Umgang mit Kritik, sondern auch auf das Umfeld, in dem diese Debatten geführt werden.


Viele werden sich noch an den 8. Februar 2019 erinnern. Es war der Tag, an dem sich die halbe Stadt in der Maria-Martha-Kirche traf, um „offen zu diskutieren“. Damals hieß der Oberbürgermeister noch Alexander Ahrens und auch so mancher Stadtrat hat inzwischen die Funktion gewechselt. 900 Menschen trafen sich in der Kirche, 400 weitere warteten davor auf Einlass. Die groben Diskussionslinien sind auch sechseinhalb Jahre später noch immer dieselben wie damals. Nach wie vor werden legitime Meinungen diffamiert und Teile der Stadtgesellschaft als undemokratisch gebrandmarkt.

Manche Befürchtungen von damals scheinen sich heute zu bewahrheiten. Vor wenigen Wochen wurde ein junger Mann schwer verletzt. Der Täter war ein Zuwanderer aus dem arabischen Raum. Grund der Auseinandersetzung: ein sexueller Übergriff, den der junge Mann verhindern wollte. Am Ende lag er mit schweren Schnittverletzungen am Hals im Krankenhaus und schwebte sogar kurzzeitig in Lebensgefahr. Ich habe über diesen Fall an dieser Stelle berichtet.

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Rechtsbeugung durch Behördenversagen

BBZ-Stadtrat Jörg Drews hat sich – nach den jüngsten Vorfällen am Bahnhof – noch einmal klar zur Sachlage im Hinblick auf die Kameraüberwachung am Bahnhof positioniert:


Am Dienstag (21. Oktober 2025) brannte es im Bautzener Bahnhof. Ein Randalierer hat mutwillig einen Mülleimer in einer Toilette in Brand gesetzt. Der Bahnhof sowie alle in ihm befindlichen Geschäfte mussten geschlossen werden – mit gravierenden Folgen für die dort tätigen Unternehmen und das Sicherheitsempfinden der Reisenden. Rund 100 Personen mussten wegen der Löscharbeiten und der starken Rauchentwicklung evakuiert werden. Der Bahnhof blieb mehr als zwölf Stunden geschlossen. Unser besonderer Dank gilt dem aufmerksamen Passanten, der mit einem Feuerlöscher beherzt eingriff und Schlimmeres verhinderte, sowie den Einsatzkräften von Feuerwehr und Polizei für ihr schnelles und umsichtiges Handeln.

Dieser Vorfall zeigt, wie dringend notwendig Kameras am und im Bahnhof sind, um Menschen und deren Eigentum zu schützen, Straftaten und Vandalismus zu verhindern und Strafverfolgungsbehörden bei deren Aufklärung zu unterstützen.

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BBBz-Ratsmitglied Jörg Drews: CSD in Bautzen wirkt nach – OB Vogt beweist schlechten Stil

BBBz-Stadtrat Jörg Drews bezieht auf seiner Website Stellung zum CSD in Bautzen:


Der CSD in Bautzen wirkt nach. Ich habe mich im Vorfeld darum bemüht, diese Veranstaltung sicherer zu machen, und vor möglichen Ausschreitungen gewarnt. Hinweise und Indizien hierfür gab es reichlich. Letztlich ist das Event halbwegs geordnet verlaufen – und nun rühmt sich OB Vogt seines Erfolges.

Im Übereifer hat er mir sogar eine öffentliche Anfrage über den Stadtrat zukommen lassen und fordert darin eine schriftliche Stellungnahme, wie ich die Sicherheitslage der Veranstaltung und den diesjährigen CSD insgesamt bewerte.

Meine Antwort ist eindeutig: Diese Anfrage zeigt einmal mehr schlechten politischen Stil. Dass der CSD besser verlaufen ist als im Vorjahr, ist nicht das Verdienst des Oberbürgermeisters. Vor allem aber stehen wir in Bautzen vor ganz anderen Herausforderungen, denen dieser OB offensichtlich nicht gewachsen ist.

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Warnungen ernst nehmen

BBBz-Stadtrat Jörg Drews bezieht auf seiner Website Stellung zum bevorstehenden CSD in Bautzen:


Wenn die Antifa droht, ist verharmlosen keine Option

Am kommenden Sonntag (10. August) ist CSD in Bautzen. Im vergangenen Jahr sind bereits Randalierer aus der ganzen Bundesrepublik angereist, um Krawall zu machen. Die Bilder gingen bundesweit durch die Medien und haben das Narrativ des „rechten Bautzen“, des „undemokratischen Bautzen“ und vor allem des „intoleranten Bautzen“ weiter gefestigt. Ein gefundenes Fressen: immer wieder Sachsen, immer wieder Bautzen, klar, die da in der Lausitz. Etliche bundesweite und teils internationale TV-Berichte haben diese Bilder transportiert. Das darf sich 2025 nicht wiederholen.

Rechtsradikale hatten sich beim letztjährigen CSD als Gegendemonstration formiert und die Teilnehmer rüde beschimpft und teilweise gar physisch angegriffen. Das waren aber kaum Bautzener Bürger, sondern in der breiten Mehrheit angereiste Profi-Krawallmacher. Das ist der eine Teil der Wahrheit. Die Stadt, der Landkreis, die staatlichen Sicherheitsbehörden und die Gesellschaft dürfen nicht dulden, dass Menschen verhöhnt und angegriffen werden. Egal, wie man zum CSD steht: Jeder Mensch hat ein Recht zu demonstrieren, sich frei und sicher in der Öffentlichkeit zu bewegen und ein fröhliches Straßenfest zu feiern. Wer dies stört, macht sich entweder strafbar oder beweist zumindest eine nicht tolerierbare Haltung.

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Offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Bautzen

Ihre Verantwortung als Ortspolizeibehörde – keine Eskalation beim CSD dulden!

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

mit vorangegangenen Schreiben informierte unser Mitglied und Stadtrat Jörg Drews über eine mögliche Verschärfung der Gefahrenlage beim diesjährigen CSD in Bautzen. Er wies explizit darauf hin, dass linksextremistische Gruppen Aufrufe zur Teilnahme gestartet haben.

Aus den vorliegenden Antworten leiten wir ab, dass Sie die Verantwortung für die Sicherheit der Veranstaltung beim Leiter des städtischen Ordnungsamtes und der Polizei sehen. Die Polizei wiederum schätzt die Gefahrenlage ähnlich ein wie im Jahr 2024.

Beiden Annahmen müssen wir entschieden widersprechen.

Als Chef der Ortspolizeibehörde tragen Sie die unmittelbare Verantwortung dafür, dass beim bevorstehenden CSD in Bautzen keine Eskalation auftritt – weder durch rechts- noch durch linksextremistische Kräfte, die bereits über einschlägige Plattformen wie Indymedia versuchen, unsere Stadt als Bühne zu missbrauchen. Gerade darin sehen wir eine deutliche Zunahme des Gefahrenpotentials in diesem Jahr.

Wir fordern Sie mit Nachdruck auf, Ihrer gesetzlichen Pflicht zur Gefahrenabwehr konsequent nachzukommen. Bautzen darf nicht erneut zur Kulisse ideologisch motivierter Ausschreitungen werden. Die Sicherheit der Teilnehmer, der Bevölkerung und des öffentlichen Raumes hat oberste Priorität – und liegt in Ihrer Zuständigkeit.

Wir erwarten, dass Sie als Ortspolizeibehörde alle notwendigen Maßnahmen veranlassen, um insbesondere einer gewaltbereiten linken Szene keinen Raum zu geben. Keine Toleranz für politische Gewalt – egal aus welcher Richtung.

Stadtratsfraktion des
Bürger Bündnis Bautzen e. V.

Sorge um die Sicherheit beim CSD in Bautzen – Appell der BBBz-Stadtratsfraktion

Die BBBz-Stadtratsfraktion blickt mit Sorge auf die geplante Durchführung des Christopher Street Day (CSD) am 10. August 2025 in Bautzen. Der CSD steht für Vielfalt, Toleranz und Sichtbarkeit.

Umso beunruhigender ist für uns der Umstand, dass zur Teilnahme an dieser Veranstaltung nun über die Plattform Indymedia aufgerufen wird – ein Medium, das seit Jahren wegen extremistischer Inhalte, Gewaltaufrufe und Bekennerschreiben zu Straftaten in der Kritik steht. Unter dem Titel „Queere Sichtbarkeit braucht Sicherheit – Solidarisch für das bunte Hinterland“ wird dort eine Gegenmobilisierung zu einer vermeintlich bevorstehenden rechten Störung des CSD angekündigt. Solche Aufrufe drohen, den legitimen Ausdruck von Vielfalt in den Schatten politischer Radikalisierung zu stellen.

Wir möchten unmissverständlich klarstellen: Die BBBz-Stadtratsfraktion lehnt jede Form politisch motivierter Gewalt ab – ob von rechts, von links oder aus anderen ideologischen Richtungen.

Auf Initiative unseres Fraktionsmitglieds Jörg Drews, der sich bereits mit einem persönlichen Schreiben an Oberbürgermeister Karsten Vogt gewandt hat, bringen wir diese Bedenken nun auch öffentlich zur Sprache. Jörg Drews, selbst mehrfach Zielscheibe linksextremer Anfeindungen über Indymedia, hat die Problematik bereits gegenüber der Stadtverwaltung adressiert und konkrete Fragen zur Sicherheitslage aufgeworfen. Besonders der Umstand, dass ausgerechnet über ein radikales Medium wie Indymedia zur Teilnahme an einer Veranstaltung in Bautzen aufgerufen wird, muss nach unserer Auffassung ernst genommen werden.

Unser Appell richtet sich daher an die Stadtspitze und die zuständigen Sicherheitsbehörden:

  1. Welche konkreten Maßnahmen sind geplant, um einen friedlichen und sicheren Verlauf des CSD zu gewährleisten?
  2. Wie wird verhindert, dass Extremisten – gleich welcher Couleur – den Tag für Provokationen oder Eskalationen instrumentalisieren?

Bautzen darf nicht erneut durch unkontrollierte Gewaltausbrüche bundesweit in die Schlagzeilen geraten. Es liegt in unser aller Verantwortung, rechtzeitig präventiv zu handeln – mit einer klaren Haltung gegenüber politischem Extremismus und mit einem wirksamen Sicherheitskonzept für die Veranstaltung. Wir fordern eine transparente Kommunikation über die Gefahrenlage und erwarten eine öffentliche Positionierung der Stadtverwaltung, wie sie mit dem Spannungsfeld zwischen legitimer Demonstration und extremistischer Einflussnahme umzugehen gedenkt.